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Christoph Becker

Notizen/Projekte

Der Kleckerpfad

Wie man von einer einzelnen Aufgabe bis zum Unternehmenszweck durchbuchstabiert — und warum jeder im Haus diesen Pfad kennen sollte.

Der Kleckerpfad ist mein Wort für etwas, wofür es sonst nur schlechte gibt: die durchgehende Kette von der einzelnen Aufgabe bis zum Zweck des Unternehmens.

Ein Beispiel

Nehmen wir an, unser Unternehmenszweck ist die Verbesserung von Kundenbeziehungen — wir arbeiten für Versicherungen. Wie stellt man ein neues Projekt so vor, dass klar wird, warum es im Sinne des Unternehmens ist?

„Wir beginnen nächsten Monat das Projekt Grandmaster-9000. Es hat zum Ziel, die sich wiederholenden Arbeiten von Sachbearbeitern in Versicherungen zu erleichtern. Damit bringt es uns voran, weil wir für Versicherungen Prozesse optimieren, damit diese ihren Versicherten schneller helfen können.“

Der Pfad dahinter lautet:

  1. Grandmaster-9000 erleichtert
  2. die wiederkehrende Arbeit der Sachbearbeiter, das führt zu
  3. optimierten Prozessen bei den Versicherungen, dadurch wird
  4. den Versicherten schneller geholfen, und das ist
  5. eine bessere Kundenbeziehung — unser Unternehmenszweck.

Bis auf die Arbeitsebene

Im nächsten Schritt lässt sich derselbe Pfad für jede einzelne Rolle im Projekt durchziehen. Wer im Team weiß, was sein Beitrag zum Projekterfolg ist, kann sich selbst bis zum Unternehmenszweck durchbuchstabieren.

Jeder Mensch im Unternehmen sollte diesen Weg gehen können. Dann sind drei Fragen beantwortbar, an denen sonst erstaunlich viele Organisationen scheitern:

  • Warum bin ich hier?
  • Welche Aufgabe erfülle ich?
  • Wie zahlt meine Arbeit auf das Ganze ein?

In diesem Sinne funktionieren übrigens auch OKRs — und nur in diesem.

Steckt bei Ihnen gerade genau das? Ich arbeite damit beruflich.

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