Notizen/Menschen
Führung heißt, Bedingungen schaffen
Motivation lässt sich nicht erzeugen, nur verhindern. Was daraus für die Aufgabe von Führungskräften folgt — und was passiert, sobald mehr als eine Person betroffen ist.
Führung, gern auch Leadership genannt, ist im Kern die Frage, wie man Menschen dazu bringt, positive Wirkung auf ein Ziel zu entfalten. Auf Englisch klingt es präziser: How to motivate people to achieve a certain impact?
An dieser Stelle wird regelmäßig eingewandt, dass jedes Motivieren in Wahrheit Demotivieren sei. Reinhard Sprenger meint damit: In jedem Menschen steckt Funktionsneugier und Leistungsbereitschaft. Jeder will zunächst einmal gute Arbeit machen. Diese Bereitschaft lässt sich nicht steigern — sie lässt sich nur hemmen.
Daraus folgt eine unbequeme Umkehrung der üblichen Führungsvorstellung. Motivation zu erhalten gelingt, indem man die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die vorhandene Leistungsbereitschaft schafft. Das ist die Aufgabe. Nicht Anfeuern, nicht Anreize setzen, sondern Hindernisse wegräumen.
Schwierig wird es, sobald mehr als eine Person im Spiel ist. Dann müssen gemeinsame Nenner gefunden werden, um den bestmöglichen Rahmen für alle zu schaffen. Und hier lohnt es sich, gar nicht erst nach einem Konsens zu suchen, sondern nach einem Konsent.
Quelle: Reinhard Sprenger, Mythos Motivation — Wege aus einer Sackgasse.
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Konsens oder Konsent
Ein Buchstabe Unterschied, und eine völlig andere Art zu entscheiden. Beim Konsens sind alle dafür; beim Konsent hat niemand mehr ein Argument dagegen.
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