Personalmanagement als Existenzrisiko junge Unternehmen

Personalmanagement Themen

Das Personalwesen, auch Personalmanagement genannt, ist in kleinen Unternehmen und Startups selten ein Schwerpunkt in der Geschäftsstrategie. Das sollte es aber sein.

Personalmanagement und Existenzgefährdung

Gerade kleine und junge Unternehmen sind am Arbeitsmarkt oft schwer wahrnehmbar, wenn nicht gar unsichtbar. Hier werden die ersten Mitarbeiter häufig aus dem erweiterten Freundes- und Bekanntenkreis rekrutiert und sind meist sehr loyale Mitarbeiter. Wächst ein Unternehmen über 10-20 Mitarbeiter hinaus, versiegt diese Quelle und das Wachstum wird gehemmt. Personalgewinnung wird zur Chefsache. Leider ist dies in der Regel zu spät, um schnelle Ergebnisse zu erzielen. Die Kosten, um kurzfristig am Markt als attraktives Unternehmen wahrgenommen zu werden, sind enorm. Stellenanzeigen in der (Offline)Presse sind im IT-Sektor eher selten. Diese Art der Mitarbeiterwerbung ist nahezu komplett durch Online-Stellenbörsen ersetzt worden. Mit Preisen ab 300 EUR pro Monat und Stellenanzeige kommen für mehrere zu besetzende Stellen oft einige Tausende Euro zusammen – vollkommen unabhängig vom Erfolg. Eine Marke als Arbeitgeber ist damitjedoch noch nicht aufgebaut und auch eine Webseite mit umfangreichem Personalbereich fehlt dann auch. Dazu kommen verschiedene Fragestellungen: Wie gehe ich mit den Mitarbeitern um, die schon in meinem Unternehmen tätig sind? Was sind die Themen, die mich als Unternehmen ausmachen? Wie handhabe ich Urlaub oder Gleitzeit?

Nicht vorhandenes Personalmanagement stellt somit eine mittelfristige Existenzgefährdung, mindestens jedoch ein Wachstumshindernis, dar.

Die Personalkrise vermeiden

Personalmanagement einführen

Personalmanagement beginnt beim ersten Mitarbeiter. Sicher wird sich ein Steuerbüro um die finanziellen Themen kümmern. Doch wer kümmert sich um den Mitarbeiter persönlich? Oft fehlt einfach nur ein kompetenter Ansprechpartner, der nicht gleichzeitig der Geschäftsführer ist. Hier helfen Personaldienstleister sicher gern aus. Aber auch intern kann man bei spätestens 10 Mitarbeitern dafür Teilzeitstelle schaffen. Es gibt viele verfügbare Tools, die das Personalwesen vereinfachen und automatisieren: angefangen bei zentraler (Online-) Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung inklusive Freigabeprozess bis hin zur digitalen Personalakte. Dadurch können Unternehmen einfacher flexible Arbeitszeitmodelle und Abwesenheiten wie Urlaub und Krankheit organisieren und verwalten. Der notwendiger Zugriff auf die nun durchsuchbaren Informationen ist auch schnell erteilt. Das macht die Mitarbeiter glücklicher und entlastet den Unternehmer.

Employer Branding

Der Aufbau einer Arbeitgebermarke, das Employer Branding, spielt heute ebenfalls eine wichtige Rolle. So erfahren die eigenen Mitarbeiter, was den Arbeitgeber besonders macht und man gibt ihnen gleich Argumente an die Hand, um Freunde und Bekannte zu informieren und gegebenenfalls zu werben. Der Inhalt für eine Karriere-Webseite ist damit auch schon so gut wie zusammengetragen. Transparent über Leistungen und Benefits zu informieren und diese Informationen auch permanent bereitzustellen, sind oft unterschätzte Aufgaben im Unternehmen. Die eigenen Mitarbeiter erfahren so vielleicht vom Wettbewerber auf einen Blick, was dieser seinen Mitarbeitern anbietet. Was das eigenen Unternehmen bereitstellt, ist aber ohne Webseite nur mühsam zu erfahren. Kündigt der Mitarbeiter, ist es oft zu spät, um an dieser Stelle nachzubessern.

Systematisches Bewerbermanagement

Um zu wachsen, benötigen Unternehmen in der Regel neue Mitarbeiter. Doch wie gewinnt man diese? Die Zeiten, in denen man das Anliegen einfach auf der eigenen Webseite formulierte, sind für viele vorbei. Nur große oder sehr attraktive Arbeitgeber haben noch einen natürlichen Zulauf von Interessenten. Um also an Bewerbungen aussichtsreicher Bewerber zu kommen, ist das oben genannte Employer Branding ein wichtiger Baustein. Ein weiterer ist die Kommunikation. Arbeitgeber müssen sich die Frage stellen, über welche Kanäle sie ihre künftigen Mitarbeiter erreichen können? Social Media oder Themenwebseiten ziehen Interessierte von ganz allein an. So ist es wichtig, dort auch präsent zu sein. StackOverflow ist beispielsweise ist ein bei Entwicklern beliebtes Portal. Dort kann man ein Unternehmensprofil anlegen und Stellenanzeigen veröffentlichen.

Wenn die Bewerbung nun im Unternehmen eingeht, ist das Spiel jedoch noch nicht zu Ende, es beginnt gerade erst.

Wie geht es weiter?

Der Markt an verfügbarenPersonaldienstleistungen die verfügbar sind und Personalmanagement-Software wächst stetig. Ein wenig Recherche hilft beim Auffinden neuer Anbieter oder auch etablierter Firmen. Eine kleine Auswahl an Links habe ich nachfolgend bereitgestellt. Einige Anbieter habe ich auch persönlich benutzt.

  • Get a MINT ist ein Personaldienstleister in Leipzig und unterstütz Firmen beim HR Marketing und der Personalgewinnung unterstützt
  • StackOverflowist ein  IT-Selbsthilfeportal
  • recruitee* bietet eine Komplettlösung für Bewerbermanagement an (jedoch ohne Bewerbertest)
  • absence.io bietet Abwesenheitsplanung bis 10 Mitarbeiter kostenlos – in der Premiumvariante ist auch eine digitale Personalakte enthalten
  • aconso bietet eine Software für die digitale Personalakte an