Bitcoin Miner kaufen oder Minen lassen?

bitcoin miner kaufen

Mit Bitcoin Mining kann man keine sicheren Renditen erwirtschaften!

Lange Zeit beschäftigte ich mich mit Kryptowährungen eher nebenbei. Durch meine Arbeit im IT-Sicherheitsbereich kam ich ab und an damit in Berührung. Jedoch blieben diese Kontakte immer folgenlos. In letzter Zeit schafften Bitcoins oder Ether (bzw. andere alternative Kryptowährungen – ATLCOINS) immer wieder in die Presse.

Im Folgenden möchte ich kurz meine Erfahrungen schildern und insbesondere auf das Thema: Bitcoins schürfen (also minen) eingehen. Zum Schürfen benutzt man heute sogenannte Bitcoin Miner.

Das Fazit sei vorweg genommen: Ich würde höchstens einem Clound Mining Provider betreten und mir selbst keinen Miner kaufen! Der Knackpunkt ist, dass fast alle Clound Mining Dienste ein nicht rückzahlbares Investment fordern. Dann wird mit dem Geld gearbeitet und vielleicht kommt man irgendwann durch die Ausschüttungen in die Gewinnzone. Nun aber Schritt für Schritt.

Was ist ein Bitcoin Miner?

Ein Bitcoin Miner ist ein Gerät mit dem man Bitcoins verdienen kann. Der Miner benötigt viel Strom und einen Internetanschluss.

Ein guter Miner kostet ca. 2000 EUR, erwirtschaftet 0,12 BTC pro Monat bei ca. 1MWh Stromverbrauch. Das bedeutet, dass die Stromkosten, je nach Anbieter, bei rund 250 EUR/Monat liegen.

Wirtschaftlich betreiben läßt sich ein Miner also nur, wenn folgende Rechnung stimmt: 0,12BTC > 250EUR. Wenn dann Gewinn erwirtschaftet wird, muss davon ja noch der Kaufpreis des Miners selbst über die Zeit zusammenkommen.

2.000 EUR Miner
3.000 EUR Strom (12 x 250 EUR)
——
5.000 EUR Gesamtkosten im ersten Jahr vs. 1,44 BTC – Der aktuelle Kurs (August 2017) liegt bei 3.700 EUR/BTC -> 5.328 EUR (für 1,44 BTC). Das entspricht einer Rendite von 6,6%

Da das Risiko von Kursschwankungen (nach oben und unten) jedoch enorm ist, so dass es fraglist ist, ob diese Rechnung wirklich passt. Einerseits wird es nicht einfacher, Bitcoins zu „minen“ und andererseits ist der jeweilige Kurs schlecht absehbar. Steigt er auf 10.000 EUR, prima. Fällt er jedoch unter 3.470 EUR so macht man Verlust.

Schnelles Geldverdienen ist eher ausgeschlossen, da ein Invest von 2.000 EUR plus laufende Kosten gesetzt sind. Die Rendite wird laufend erwirtschaftet, jedoch ist unklar, wann man den Break-Even erreicht. Also den Moment an dem man wirklich Geld verdient.

Alternative: Clound Mining

Ich würde (und habe) andere für mich arbeiten lassen. Es gibt, insbesondere dort wo Strom günstiger ist, Mining Farmen. Diese Mining Farmen benötigen Geld um Bitcoin Miner kaufen un betreiben zu können. Da bei guten Kursen ein Miner sich selbst unterhält, also seine eigenen laufenden Kosten erwirtschaften kann, lohnt es sich. Die Investoren können kleine und kleinste Anteile kaufen. Dieses Geld wird für die Beschaffung von Minern eingesetzt. Das Investment ist dann weg, kann also nicht abgezogen werden. Allerdings wird eine Rendite von 10% und mehr pro Tag nur erwirtschaftet, wenn man ein Schneeballsystem aufbaut. Thunderbit (ist bereits zusammengebrochen) bot 10-15%/Tag auf das Investment und gab 10% Bonus auf Erstinvestoren.

Cloud Mining Services die schon länger am Markt sind, bieten nur an, dass für das Investment eine gewisse Zeit Coins generiert werden. Spätestens, wenn es unwirtschaftlich wird für den Betreiber, ist Schluss.

Alternative: Geldanlage in Coins

Ich fasse mal zusammen. Egal ob man einen Miner kauft (ab 2000 EUR) oder einen Anteil an einem Miner (Cloud Mining), man spekuliert darauf, dass der Bitcoin Kurs mindestens stabil bleibt. Er darf in den meisten Fällen nicht fallen, da sonst die Kalkulation baden geht. Desweiteren ist die Wahl des Miners (aufgrund der Technologie) auch meist eine Wahl des Coins. Daher kann man nicht einfach zu einem andern Coin wechseln. Man ist also gebunden.

Geht man nun davon aus, dass der Kurs eher steigt, warum legt man das Geld dann nicht direkt an? Angenommen, ich möchte 1000 EUR investieren. Ich kann diese dann komplett in Bitcoin tauschen und abwarten oder auf verschiedene Coins verteilen. Hätte ich am 12.01.17 1000 EUR in BTC getauscht, hätte ich 1,412 Bitcoin bekommen (Kurs 1:708).  Am 12.08.17 (sieben Monate später) sind daraus 4570,62 EUR geworden. Ein Plus von 3’570,62 (abzüglich Handelsgebühren und Steuern).

Anderes Beispiel: Litecoin (LTC). Kurs 12.01.17 3,62 EUR – Kurs 12.08.17 39,06 EUR. Aus 1000 EUR im Januar wären 10’790 EUR im August geworden.

Hätten wir also, statt im Januar einen Miner zu kaufen, 2000 EUR in Bitcoin und Litecoin angelegt, wären wir um 13’360,68 EUR reicher. Immerhin 1900 EUR pro Monat.

Ergo: Lieber nicht minen, sondern direkt anlegen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man jederzeit (auch mit Verlust) aussteigen kann. Fallen die Kurse, kann man dies auch aussitzen. Eine Stromrechnung bezahlt sich indes nicht mit aussitzen.

Liste Websites

Hinweise

Die in diesem Artikel beschriebenen Themen spiegeln meine Meinung wieder und sind nicht zwangsläufig vollständig oder korrekt. Ich weise insbesondere darauf hin, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und prüft, ob eine Geldanlage oder die Benutzung eines Dienstes für ihn selbst vertretbar ist. Die Risikobewertung liegt allein beim Leser. Im Text dargelegte Bewertungen sind die Meinung des Autoren. Der Autor ist an keiner der Firmen oder Webseiten beteiligt, die verlinkt sind. Ein Teil der Links können Affiliate Links sein. Diese sind mit einem Stern (*) gekennzeichnet. Falls es Hinweise darauf geben sollte, dass dargestellte Inhalte falsch oder fehlerhaft sind, bitte ich um Nachricht.

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